16. März 2026 / Polizeimeldungen

Mehr Unfälle im Kreis Warendorf: Polizei legt Verkehrsunfallbilanz 2025 vor

Die Zahl der Verkehrsunfälle und Verletzten ist gestiegen. Gleichzeitig gab es deutlich weniger Verkehrstote.

Auf den Straßen im Kreis Warendorf hat es im Jahr 2025 mehr Verkehrsunfälle gegeben als im Jahr zuvor. Das zeigt die aktuelle Verkehrsunfallbilanz der Polizei. Insgesamt registrierte die Polizei 9.307 Verkehrsunfälle. Im Jahr 2024 waren es noch 8.728. Das entspricht einem Anstieg um 579 Fälle beziehungsweise 6,63 Prozent.

Auch die Zahl der Unfälle mit verletzten oder verunglückten Menschen ist gestiegen. 941 Verkehrsunfälle mit Personenschaden wurden im vergangenen Jahr gezählt. Das sind 64 mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden dabei 1.162 Menschen verletzt oder getötet. 2024 waren es noch 1.110.

Bei den schweren Folgen zeigt sich allerdings eine andere Entwicklung. Im Jahr 2025 starben fünf Menschen bei Verkehrsunfällen im Kreis Warendorf. Im Jahr davor waren es noch 13. Verunglückt wurden ein Beifahrer in einem Pkw, eine Fußgängerin, eine Rennradfahrerin sowie zwei Pedelec-Fahrer. Nur einer dieser tödlichen Unfälle ereignete sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

143 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen schwer verletzt. Das entspricht genau dem Wert des Vorjahres. Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der leicht verletzten Personen. 1.014 Menschen erlitten leichte Verletzungen. Das sind 60 mehr als im Jahr 2024.

Ein Großteil der Unfälle mit Verletzten passiert weiterhin innerhalb der Städte und Gemeinden. 62,3 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften. 37,7 Prozent passierten außerhalb von Orten.

Auffällig ist die Entwicklung bei Radfahrern. 352 Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich unter Beteiligung von Radfahrenden. Das sind 38 Fälle mehr als im Jahr zuvor und entspricht einer Steigerung um 12,1 Prozent. Insgesamt wurden 351 Radfahrer verletzt. Drei von ihnen starben, 47 wurden schwer verletzt und 301 leicht.

Fast jeder zweite Unfall mit Verletzten innerhalb geschlossener Ortschaften betrifft inzwischen Radfahrer. Von 586 Unfällen mit Personenschaden innerorts waren 279 Unfälle mit Radfahrbeteiligung. Das entspricht einem Anteil von 47,6 Prozent.

Auch Pedelecs spielen dabei eine immer größere Rolle. 173 der verunglückten Radfahrer waren mit einem Pedelec unterwegs. Im Jahr davor waren es noch 142. Die Polizei sieht hier ein wachsendes Risiko, weil höhere Geschwindigkeiten, längere Bremswege und fehlender Kopfschutz die Unfallfolgen verschärfen können.

Neben Fahrrädern sind auch andere Verkehrsmittel häufiger in Unfälle verwickelt. 524 verunglückte Personen waren Insassen eines Pkw. Das sind zwar 30 weniger als im Jahr zuvor, trotzdem bleibt diese Gruppe die größte. 104 Menschen verunglückten mit motorisierten Zweirädern. Bei Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern wurden 54 Verletzte registriert, deutlich mehr als im Jahr zuvor mit 37.

Ein weiterer Punkt der Statistik sind sogenannte Alleinunfälle. Dabei ist nur ein Verkehrsteilnehmer beteiligt. 195 dieser Fälle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das entspricht 20,7 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden. In 48 Fällen stürzten Radfahrer und verletzten sich dabei. Zwei Menschen starben bei solchen Alleinunfällen.

Auch Kinder und ältere Menschen sind im Straßenverkehr betroffen. 127 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren wurden bei Verkehrsunfällen verletzt. Drei mehr als im Jahr zuvor. Acht Kinder erlitten schwere Verletzungen, 119 wurden leicht verletzt. Acht dieser Unfälle passierten auf dem Schulweg.

Bei den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren wurden 173 Verletzte registriert. Das sind fünf mehr als im Jahr zuvor. Zwei Menschen aus dieser Altersgruppe starben bei Verkehrsunfällen. 36 wurden schwer verletzt und 135 leicht.

Zu den häufigsten Unfallursachen zählen weiterhin Vorfahrtsverstöße und Fehler beim Abbiegen. 296 Unfälle mit Personenschaden standen im Zusammenhang mit Vorfahrt oder Vorrang. Auch Geschwindigkeit, Abstand, Alkohol oder Ablenkung durch elektronische Geräte spielen eine Rolle.

Die Polizei registrierte außerdem 1.717 Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht. Das sind neun mehr als im Jahr zuvor. In 665 Fällen konnte der Verursacher ermittelt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 38,7 Prozent. Bei Unfällen mit Verletzten lag die Aufklärungsquote sogar bei 57,1 Prozent.

Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, setzt die Polizei weiter auf Kontrollen und Prävention. Im vergangenen Jahr wurden 19.266 Geschwindigkeitsverstöße durch die Polizei festgestellt. Der Kreis Warendorf ahndete zusätzlich 91.924 Verstöße. Insgesamt wurden damit durchschnittlich 304 Geschwindigkeitsverstöße pro Tag registriert.

Die Polizei kündigt an, auch weiterhin auf Verkehrskontrollen, Präventionsprogramme und Schulungen zu setzen. Dazu gehören unter anderem Schulwegsicherung, Radfahrausbildung für Kinder, Schwerpunktkontrollen für Radfahrer und Präventionsangebote für Pedelec-Fahrer. Ziel bleibt, die Zahl schwerer Unfälle weiter zu senken.

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