7. August 2025 / Aktuelles aus dem Kreis Warendorf

Büfett-Bußgeld“ gegen Lebensmittelverschwendung: NGG fordert Disziplin statt Gier

Die Gastro-Gewerkschaft NGG spricht sich im Kreis Warendorf für Strafzahlungen aus

Einfach so viel essen, wie man will und kann: Büfetts in Restaurants machen satt – oft pappsatt. Dabei landet bergeweise Essen auf dem Teller. Doch wer nicht aufisst, muss in einigen „All you can eat“-Restaurants mit einer Strafe rechnen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Kreis Warendorf sieht darin einen Trend – auch für heimische Restaurants: „Der ‚Disziplinar-Euro am Büfett‘ ist ein effektives Mittel. Mit der Strafe erreichen Restaurants, dass deutlich weniger Essen weggeschmissen wird“, sagt Helge Adolphs von der NGG Münsterland.

Immer mehr Gastronomen greifen die Idee auf. Doch die NGG Münsterland betont: „Sollten Restaurants im Kreis Warendorf so eine Strafe einführen, darf das ‚Büfett-Bußgeld‘ nicht nur in die Tasche der Gastronomen fließen.“

Wichtig sei: Auch Köche und Kellnerinnen sollen von der „Knöllchenkasse“ profitieren. Alternativ könne ein Teil des Bußgeldes an „Brot für die Welt“ gespendet werden.

Immer wieder zum Büfett gehen. Von allem etwas probieren. Immer mehr auf den Teller laden – ein Riesenberg an Essen. „Büfett-Gier folgt dem Prinzip: Draufladen, was das Zeug hält. Denn die Augen sind oft größer als der Magen. Aufgegessen wird dann nicht. Und am Ende landet gutes Essen in der Tonne“, so Adolphs.

Der Geschäftsführer der NGG Münsterland appelliert an Restaurantbesucher im Kreis Warendorf, den Teller am Büfett „mit Augenmaß vollzumachen“. Lieber öfter kleine Portionen holen, als große Mengen wegzuwerfen.

NGG fordert mehr „Büfett-Disziplin“ in „All you can eat“-Restaurants im Kreis Warendorf. Eine „Verschwender-Strafe“ sei laut Adolphs wirkungsvoll: „Wer eine halbe Portion oder ein halbes Glas zurückgehen lässt, lernt es erst, wenn er zahlen muss.“

Hintergrund: Jedes Restaurant, das wöchentlich mehrere Hundert Euro an Essen wegwerfen muss, steht wirtschaftlich und ethisch in der Verantwortung. Dieses Geld könne besser investiert werden – z. B. in Personal und bessere Löhne für Service und Küche. Oder: Spende an „Brot für die Welt“.

Fazit der NGG: Es sei an der Zeit, das Bewusstsein der Gäste zu verändern: „Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst – Lebensmittel sind kostbar. Dahinter steckt viel Arbeit.“


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Bild: Symbolbild

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