Pressemittelung der Polizei Warendorf:
Immer wieder kommt es auf Radwegen und Straßen zu gefährlichen Situationen, weil Radfahrer und E-Scooter-Fahrer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind. Dieses Verhalten, umgangssprachlich als „Geisterradeln" bezeichnet, stellt eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar und kann schwerwiegende Folgen haben.
Warum Geisterradeln so gefährlich ist
Radwege, Kreuzungen und Einmündungen sind in der Regel auf den regulären Verkehrsfluss ausgelegt. Wer entgegen der Fahrtrichtung fährt, wird von anderen Verkehrsteilnehmern häufig nicht erwartet. Autofahrer achten beim Abbiegen oftmals auf Radverkehr aus der vorgesehenen Richtung. Kommt ein Fahrrad oder E-Scooter unerwartet von der anderen Seite, verkürzt sich die Reaktionszeit erheblich. Auch für Fußgänger entstehen zusätzliche Risiken, insbesondere auf gemeinsam genutzten Wegen.
Deutlich erhöhtes Unfallrisiko
Die möglichen Folgen reichen von Beinahe-Unfällen über Sachschäden bis hin zu schweren Verletzungen. Untersuchungen zur Verkehrssicherheit zeigen, dass das Unfallrisiko beim Fahren entgegen der Fahrtrichtung deutlich erhöht ist. Besonders an Kreuzungen und Grundstücksausfahrten steigt die Gefahr von Kollisionen.
Bußgelder von 20 bis 35 Euro
Wer als „Geisterradler" von der Polizei erwischt wird, muss mit Verwarnungsgeldern in Höhe von 20 bis 35 Euro rechnen.
Fünf Tipps der Verkehrssicherheitskampagne
Die Verkehrssicherheitskampagne appelliert an alle Radfahrer und E-Scooter-Fahrer:
- Nutze Radwege ausschließlich in der freigegebenen Fahrtrichtung
- Wechsle die Straßenseite nur an dafür vorgesehenen Stellen
- Beachte Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen
- Plane kurze Umwege ein, wenn dies für die regelkonforme Fahrt erforderlich ist
- Sei Vorbild für Kinder und andere Verkehrsteilnehmer
Regeln machen Verkehr vorhersehbar
Verkehrssicherheit basiert auf gegenseitiger Erwartbarkeit. Regeln im Straßenverkehr dienen nicht der Schikane, sondern helfen dabei, das Verhalten aller Beteiligten vorhersehbar zu machen. Wer in der richtigen Fahrtrichtung unterwegs ist, trägt dazu bei, Unfälle zu vermeiden und den Verkehrsraum für alle sicherer zu gestalten.
Deshalb gilt: „Richtig fahren. Sicher ankommen. Kein Geisterradeln."
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Text und Foto: Polizei Warendorf












