Mitteilung der Sparkasse Münsterland Ost:
Münster/Kreis Warendorf. „Im Geschäftsjahr 2025 haben wir so viele Kundinnen und Kunden wie noch nie beim Wertpapiersparen begleitet. Und mit einer weiter gestiegenen Kreditvergabe konnten wir unsere Privat- und Firmenkundschaft dabei unterstützen, in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld ihre Pläne und Investitionen zu realisieren“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Münsterland Ost, Klaus Richter, die Besonderheiten des vergangenen Geschäftsjahres. Zudem zeige sich in der immer beliebter werdenden Nutzung von mobilen, telefonischen sowie digitalen Beratungs- und Service-Angeboten, dass die Sparkasse hierauf die richtigen Antworten bereithalte - von einer mehrfach preisgekrönten App bis zum erstmaligen Einsatz einer mobilen Filiale, so der Sparkassen-Chef.
Im Berichtsjahr übersprang die Bilanzsumme der Sparkasse erstmals die 14-Mrd.-Marke und liegt nun mit einem Plus von rund 600 Millionen Euro bei 14,3 Mrd. Euro. Das Kundengeschäftsvolumen stieg um 12,0 Prozent auf 28,3 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung als zentraler Leistungsindikator lag bei 1,37 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS, Vorjahr: 1,38 %) und fiel damit im Vergleich der SVWL-Sparkassen ebenso überdurchschnittlich gut aus wie das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag: Für jeden erwirtschafteten Euro wendete die Sparkasse rechnerisch nur rund 46 Cent auf. „Unsere Bilanz 2025 enthält gute Zahlen für die Region: Dank des Vertrauens unserer Kundinnen und Kunden sind wir in der Lage, ein starker Finanzpartner für die Menschen zu bleiben und mit einem breiten gesellschaftlichen Engagement die Attraktivität Münsters und des Kreises Warendorf weiter zu fördern“, unterstreicht Klaus Richter.
„Starke Gemeinschaftsleistung“
Unter dem Strich steht in der Bilanz 2025 ein Jahresüberschuss von 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro). „An diesem positiven Jahresergebnis haben 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel Leidenschaft für die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden gearbeitet. Eine starke Gemeinschaftsleistung für eine stabile und zukunftsfähige Sparkasse“, wertet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Peter Scholz das Ergebnis.
Wertpapiersparen hoch im Kurs
Der Bestand an Kundeneinlagen wuchs um rund 260 Mio. Euro auf 11,0 Mrd. Euro (+ 2,4 %). In der Geldvermögensbildung, die zu den Einlagen noch die Anlagen in Wertpapiere berücksichtigt, verzeichnet die Sparkasse einen Zuwachs von 4,8 Prozent. Ein Wachstumsfaktor war hier das deutlich gestiegene Interesse am Wertpapiersparen. „Immer mehr Privatkundinnen und -kunden entscheiden sich für Sparpläne, bei denen man regelmäßig in Investmentfonds einzahlt. Hier ist schon mit monatlichen Sparbeiträgen ab 25 Euro ein langfristiger Vermögensaufbau in breit gestreuten Werten möglich“, erläutert Klaus Richter. Mit 14.000 neuen Wertpapiersparverträgen legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 10 % zu. Und auch der Gesamtbestand der Wertpapierdepots erhöhte sich in 2025 um rund 10 % auf 4,3 Milliarden Euro.
Deutliches Kreditwachstum
Das Kreditgeschäft zeigt mit einem Plus von 6,0 Prozent im Vergleich ebenfalls eine deutlich über dem Markt liegende Entwicklung (SVWL-Sparkassen: + 2,7 %). Dabei stiegen die Darlehenszusagen an Privatkunden mit dem Schwerpunkt auf Immobilienfinanzierungen um 24,4 Prozent auf 693 Mio. Euro und die Zusagen an Firmenkunden um 36,0 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro. Bei den gewerblichen Kundinnen und Kunden standen vor allem die Finanzierung von Wohnungsbau und Investitionen in regenerative Energien im Mittelpunkt. „In der regionalen Wirtschaft sehen wir zwar zunehmende Belastungen durch die Konjunkturentwicklung und die geopolitischen Rahmenbedingungen, aber noch führen diese im Großteil unserer Kundschaft nicht zu existentiellen Problemen, auch wenn die Stimmung aktuell etwas zurückhaltender ist“, betont Firmenkunden-Vorstand Peter Scholz. Angesichts der zunehmenden Unsicherheiten sei jetzt entscheidend, schnellstmöglich wieder Perspektiven für eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen. „Da stehen wir an der Seite unserer gewerblichen Kundschaft, etwa mit der intensiven Vermittlung von Fördergeldern für zukunftsweisende Investitionen“, versichert Scholz. So konnte das Neugeschäft an Fördermitteln mit 243 Mio. Euro um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Zudem hatte in 2025 das Thema digitaler Zahlungsverkehr bei den Unternehmen eine hohe Bedeutung. „Hier lag in 2025 ein wesentlicher Beratungsschwerpunkt mit maßgeschneiderten Serviceleistungen rund um unser Online-Banking Business“, berichtet der Sparkassen-Vorstand.
Teilhabe an guten Ergebnissen
Dass die Kundinnen und Kunden an den guten Ergebnissen der Sparkasse teilhaben, daran lässt Vorständin Dr. Annegret Saxe keinen Zweifel: „Was wir in der Region erwirtschaften, fließt in großen Teilen wieder zurück in die Region. Nicht nur in Form von Krediten, sondern beispielsweise auch in Form von Unterstützungen für gemeinwohlorientiertes Engagement.“ Im Jahr 2025 waren das inklusive der Förderungen aus sechs Sparkassenstiftungen insgesamt 4,5 Mio. Euro (2024: 4,1 Mio. Euro) in mehr als 1.000 Projekten. Hinzu kamen noch Ausschüttungen an die Trägergemeinden für gemeinwohlorientierte örtliche Aufgaben oder gemeinnützige Zwecke in Höhe von weiteren 3,3 Mio. Euro.
Mit TikTok zur Bewerbung
„Und eine starke Sparkasse kann noch mehr: So investieren wir jedes Jahr in eine fundierte, zukunftsorientierte Ausbildung junger Menschen – im vergangenen Jahr starteten 45 neue Auszubildende bei uns ihre berufliche Karriere. Dazu hat übrigens eine weitere Investition beigetragen: eine verstärkte Social-Media-Kommunikation“, unterstreicht Annegret Saxe mit Blick auf den Aufbau eines eigenen TikTok-Kanals insbesondere für die Präsentation der Sparkasse als Arbeitgeber. Rund ein Viertel aller Bewerberinnen und Bewerber gaben im vergangenen Jahr an, durch Social-Media auf die Sparkasse aufmerksam geworden zu sein, so die Vorständin.
Sparkassen-App als Anziehungspunkt
Der Ausbau der Kommunikation mit jungen Menschen werde auch im laufenden Jahr ein Schwerpunkt sein, bestätigt Privatkundenvorstand Jürgen Wenning: „Dazu werden wir unsere Produkt- und Informationsangebote für diese wichtige Zielgruppe systematisch ausbauen. Hier arbeiten wir derzeit an den Konzepten von innovativen Veranstaltungsangeboten bis hin zu neuen Dienstleistungen, die wir in ersten Schritten im Jahresverlauf umsetzen werden.“ Gleichzeitig behalte die Sparkasse das veränderte Verhalten ihrer gesamten Kundschaft im Blick und richte ihre Dienstleistungen weiter darauf aus. Mehr als die Hälfte der Kundschaft erledigt laut Auskunft der Sparkasse ihre Bankgeschäfte inzwischen überwiegend online. Dabei bilde die unlängst wieder preisgekrönte App „Sparkasse“ mit ihrem hohen Bedienungskomfort einen wichtigen Anziehungspunkt. Künftig werde die App mit „S-Neo“ eine attraktive Möglichkeit zum Handel mit Wertpapieren enthalten. Zielgruppe hierfür sind börsenaffine Kundinnen und Kunden, die als sogenannte „Selbstentscheider“ komfortabel und preisgünstig ihre Anlagen managen möchten.
Modernisierung der Standorte
Auch der Telefonservice der Sparkasse werde immer intensiver genutzt – etwa für Überweisungen, Fragen zum Online-Banking und den Kauf von Produkten. Im Berichtsjahr konnte die Sparkasse rund 400.000 Mal ihrer Kundschaft am Telefon weiterhelfen – ein Plus von rund 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Filialen und Beratungs-Center seien vor allem für komplexere Finanzfragen weiterhin wichtige Anlaufstellen, berichtet Jürgen Wenning: „Hier legen unsere Kundinnen und Kunden insbesondere Wert darauf, dass ihnen in einer angenehmen Beratungsatmosphäre vor Ort das gebündelte Know-how der Sparkasse zur Verfügung steht.“ Deshalb investiere die Sparkasse in diese Standorte, die schrittweise modernisiert werden – wie demnächst das Beratungs-Center in Ahlen.
Sparkassen-Bus besteht Testlauf
Auf viel Sympathie und gute Resonanz stieß laut Klaus Richter die Einführung einer mobilen Filiale. Seit September 2025 ist der mit Selbstbedienungsterminal und Geldautomat bestückte, barrierefreie rote Bus im gesamten Geschäftsgebiet unterwegs. „Unsere rollende Sparkasse hat ihren Test bestanden: Sie kommt sprichwörtlich gut an, weil sie die Menschen dort erreicht, wo sie die Sparkasse vor Ort brauchen – mit einer Mischung aus Service und persönlicher Beratung durch zwei Sparkassen-Mitarbeitende“, so Richter. Die mobile Filiale solle deshalb auch künftig Teil der Sparkasse bleiben – als Ergänzung des Angebots aus festen Standorten sowie den digitalen und telefonischen Zugangswegen, kündigt der Vorstandsvorsitzende an.
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Text: Sparkasse Münsterland Ost












