„Endlich geht es los!" Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Karin Rodeheger zum Pressetermin für den Start der Bauarbeiten. Auf dem Gelände der ehemaligen Brennerei Horstmann entsteht ein zukunftsfähiges Konzept, das den Erhalt historischer Bausubstanz mit einer modernen Infrastruktur für die Altenpflege verbindet.
Geplant ist eine vielseitige Nutzung: Vier denkmalgeschützte Gebäude und ein Neubau werden zu hochwertigem Wohn- und Pflegeraum.
So sieht die Aufteilung aus:
- Die Villa: Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss entsteht die Tagespflege, das zweite Obergeschoss bietet Wohnraum.
- Bullenstall & Scheune: In beiden Gebäuden sind Wohnungen geplant.
- Die Brennerei: Hier entstehen eine weitere Wohnung und ein öffentliches Café.
- Der Neubau: Zwei Senioren-Pflegewohngemeinschaften für insgesamt 24 Personen sowie zusätzliche Wohnungen.
Das Café ist nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern vorbehalten, sondern soll als offener Begegnungsort für alle Bürgerinnen und Bürger aus Oelde und Umgebung dienen. Dank der zentralen Lage entsteht so ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Innenstadt. Betrieben werden Tagespflege und Café von der AP–Pflegedienste GmbH aus Warendorf, die bereits im Wibbelt-Carrée im Oelder Norden vertreten ist.
Auf den Teilabriss folgt voraussichtlich Ende Juli der Rohbau. Der erste Bauabschnitt umfasst die Villa, den Bullenstall mit Scheune und die Brennerei; der Neubau schließt sich an. Ein Kernanliegen ist der Erhalt des historischen Charakters: Soweit technisch möglich, sollen ursprüngliche Elemente wie Fenster, Türen und Zargen der denkmalgeschützten Gebäude erhalten und wieder integriert werden.
Parallel setzt das Projekt konsequent auf Energieeffizienz. Über ein modernes Contracting-Modell wird mit einer Luftwärmepumpe geheizt, der Neubau leistet zusätzlich über installierte Solarenergie einen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung.
Möglich wird das komplexe Vorhaben durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oelde und dem Investor Milan Hagel (GMP Nordhorn GmbH). Hagel lobte die hervorragende Kooperation mit der Stadtverwaltung von den ersten Gesprächen über die Bauleitplanung bis heute. Stadtbaurat André Leson betonte, wie wichtig es war, das prominente Gelände vor einer Brachenentwicklung zu schützen und stattdessen eine zukunftsfähige Nutzung zu etablieren, die Denkmalschutz wahrt und den dringenden Bedarf an moderner Pflegeinfrastruktur deckt. Die architektonische Planung übernahm Eugen Adam vom Büro Altefrohne Planungsgesellschaft aus Warendorf, die Bauleitung liegt bei Kevin Hoppe.
Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist im Verlauf des Jahres 2028 geplant.
Foto (v. l.): Joseph Brandner, Madita Stüttgen, André Leson und Bürgermeisterin Karin Rodeheger (alle Stadt Oelde), Projektleiter und Investor Milan Hagel (GMP Nordhorn GmbH), Bauleiter Kevin Hoppe (Altefrohne Planungsgesellschaft), Michael Kamp und Karina Schlunz-Baggeroer (beide AP–Pflegedienste GmbH) und Architekt Eugen Adam (Altefrohne).
Infos: Stadt Oelde












