13. November 2025 / Aktuelles der Stadt Oelde

Neugestaltung der Herrenstraße in Oelde verzögert sich

Versorgungsarbeiten, enge Bauverhältnisse und fehlende Koordination führen zu deutlich längerer Bauzeit

Die geplante Neugestaltung der Herrenstraße wird sich verzögern. Die Gründe dafür teilten gestern Bürgermeisterin Karin Rodeheger, Stadtbaurat Andre Leson, der Leiter des Projektes Uwe Giesa-Stausberg und André Maas, Leiter des Tiefbauamtes im Rahmen eines gemeinsamen Pressetermins mit.

Ursprünglich war mit dem Abschluss der Pflasterarbeiten und der Bepflanzung des Grünstreifens bis Jahresende gerechnet worden. Im Zuge der Baumaßnahme mussten die Versorgungsunternehmen umfangreiche Ergänzungen und Neuverlegungen von Haupt- und Hausanschlussleitungen für Strom, Wasser, Gas und Breitband durchführen. Aufgrund der räumlichen Enge in der Herrenstraße konnte nicht parallel gearbeitet werden, weshalb die Gewerke in drei Abschnitten geplant wurden. Bedauerlicherweise hat jeder Versorgungsträger eigene Firmen beauftragt, anstatt sich auf einen gemeinsamen Auftragnehmer zu einigen. Dies führte zu wiederholtem Aufreißen des Bodens und verlängerte den Zeitrahmen für die Arbeiten von ursprünglich drei auf etwa zehn Wochen. Stadtbaurat Andre Leson erklärte, dass man sich hier eine gemeinsame Verständigung
gewünscht hätte, jedoch keinen Einfluss auf die von den Versorgungsträgern ausgewählten Baufirmen hatte.

Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme, einschließlich der Bepflanzung, ist nun bis Mitte Februar 2026 geplant – vorbehaltlich witterungsbedingter Stillstände. Die Firma Garten- und Landschaftsbau Ringbeck versucht, die entstandenen Verzögerungen zumindest
teilweise auszugleichen. Aufgrund der Weihnachtstage werden die Arbeiten jedoch vom 22. Dezember bis zum 11. Januar ausgesetzt.

So geht es weiter:
Zunächst wird der Gehbereich auf der Südseite der Herrenstraße fertiggestellt, um ihn für den Fußgängerverkehr freizugeben. Die Pflanzarbeiten, die Herstellung der wassergebundenen Oberfläche des Grünstreifens sowie das Aufstellen von vier Bänken und fünfzehn Fahrradständern sind nach Abschluss der Pflasterarbeiten geplant.

Im Rahmen der Gestaltung werden vierzehn Dachplatanen in den Grünflächen angepflanzt und beleuchtet. Die Flächen wurden bereits in einer Tiefe von etwa zwei Metern mit Substrat aufgefüllt, um Regenwasser zu speichern und den Bäumen einen optimalen Wurzelraum zu bieten. Ein Überlaufsystem sorgt dafür, dass keine Staunässe entstehen kann.

Darüber hinaus wurden zwei Senkelektranten im Boden eingelassen, um Anschlüsse für Stark- und Normalstrom bereitzustellen und die Stromversorgung für Veranstaltungen zu vereinfachen. Neben den Sitzgelegenheiten wird demnächst auch ein Trinkwasserspender im Bereich des Marktplatzes aufgestellt. Am Ende der Herrenstraße, in Richtung Kreisverkehr werden zudem versenkbare Sicherheitspoller installiert, die bei Veranstaltungen für mehr Sicherheit zu sorgen.

Der geplante Wasserlauf soll sich vom Kreisverkehr aus durch die Grün- und Straßenfläche bis zum Ende der Herrenstraße schlängeln. Mit einer Breite von ca. 50 Zentimetern und einer maximalen Wassertiefe von drei Zentimetern wird das Wasser – je nach Witterung – von März bis Oktober fließen. Durch die reine Nutzung in der wärmeren Jahreszeit wird die Fläche im Winter nicht zur Rutschgefahr.

Brunnenkammer folgt im Herbst 2026:

Die für den Betrieb des Wasserlaufs notwendige Brunnenkammer soll allerdings erst im Herbst 2026 eingebaut werden. „Aufgrund der begonnenen Baumaßnahme an der Johannes Kirche und den damit verbundenen Sperrungen, hat die Stadt entschieden, den Einbau der
Brunnenkammer zeitlich zu verschieben“, erklärte Andre Leson. „Die dafür erforderliche Absperrung und Sicherung des Bauabschnittes würde direkt an die abgesperrten Kirchenflächen angrenzen. Zudem könnte der erforderliche Schwertransport vom Carl-Haver-Platz aus nicht einfahren“, so Leson weiter. Die technischen Voraussetzungen für den Einbau der Brunnenkammer werden jedoch bereits im Vorfeld geschaffen, so dass mit der Installation keine weiteren Baumaßnahmen in der Herrenstraße erforderlich sein werden.

„Die Anlieger und auch die Gewerbetreibenden der Herrenstraße sind derzeit stark betroffen und das bedauern wir sehr“, äußert sich Bürgermeisterin Karin Rodeheger. „Mit Blick auf die sich hinziehenden Beeinträchtigungen und Einschränkungen möchten wir uns bei allen
Betroffenen für ihre Geduld bedanken und für die Verzögerungen entschuldigen“, schließt die Bürgermeisterin.

..........

Bild und Text: ©Stadt Oelde

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