Nicht hassen trotz aller Wunden, ein Gedanke, der kaum greifbar scheint angesichts des Leids, das weltweit geschieht. Genau hier setzt Monsignore Stephan Wahl an. Der katholische Priester, Autor und Friedensaktivist kommt am Montag, 11. Mai 2026, nach Oelde und liest in der Evangelischen Friedenskirche aus seinen Texten.
Veranstaltet wird der Abend vom Team des Ökumenischen Friedensgebets in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Oelde.
Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr und wird musikalisch begleitet von Jonathan Rochol, der mit Zwischentönen für besondere Atmosphäre sorgt. Der Eintritt ist frei und um Spenden wird gebeten. Diese gehen an die Organisation „Rabbis for Human Rights“, die sich für Menschenrechte in der Region einsetzt.
Stephan Wahl, 1960 in Bonn geboren, lebt seit 2018 in Ost-Jerusalem. Dort beschreibt er seinen Alltag „mitten im heilig-unheiligen Land“. Seine Erfahrungen sind geprägt von Angst, Spannungen und täglichen Herausforderungen. Gleichzeitig engagiert er sich aktiv für den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern und unterstützt Initiativen, die Brücken bauen.
In seinen neuen Psalmen, Gebeten und Gedichten verarbeitet er genau diese Eindrücke. Seine Texte sind kein Rückzug, sondern eine Einladung, trotz allem nach vorne zu schauen. „Lebenskeck“ nennt er diesen Blick. Ein bewusst gewählter Gegenpol zu Verzweiflung und Ohnmacht.












