Vom Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli 2026, steigt in der Oelder Innenstadt wieder die Margaretenkirmes. Drei Tage lang verwandelt sich der Bereich rund um die St.-Johannes-Kirche, den Marktplatz und den Carl-Haver-Platz in einen lebendigen Rummelplatz mit Schaustellern, Imbissständen und Fahrgeschäften.
Eine Tradition, die bis ins Jahr 1483 zurückreicht
Die Margaretenkirmes gehört zu den ältesten Festen Oeldes. Ihren Ursprung findet sie im Kirchweihfest der St.-Johannes-Kirche, die nach einem Brand neu aufgebaut wurde. Die Stadtchronik datiert dieses Fest auf den 20. Juli 1483, den Gedenktag der heiligen Margaretha von Antiochia. Die heilige Margaretha zählt zu den 14 Nothelfern und gilt traditionell als Patronin der Bauern, der Gebärenden und der Jungfrauen. Ihr Gedenktag war früher auch ein bäuerlicher Lostag und markierte den Erntebeginn, was die Wahl als Kirchweihtermin erklärt. Aus diesem Kirchweihfest wurde über die Jahrhunderte ein Volksfest, das heute noch den Namen der heiligen Margaretha trägt.
Mitten in der Stadt zwischen Kirche und Marktplatz
Wer schon einmal in Oelde Margaretenkirmes erlebt hat, kennt das Bild: Fahrgeschäfte, Süßwarenbuden und Imbissstände säumen die Lange Straße, die Geiststraße und den Marktplatz. Zentrum des Treibens ist der Carl-Haver-Platz, auf dem die großen Fahrgeschäfte stehen. Bis zu 50 Schausteller bauen ihre Stände in der Innenstadt auf und machen aus dem traditionellen Kirmes-Wochenende ein echtes Stadtfest mit familienfreundlichem Charakter.
Eigenständig und keine Schützenfest-Verbindung
Wichtig zur Einordnung: Die Margaretenkirmes ist eine eigenständige Schaustellerkirmes und nicht mit den Oelder Schützenfesten verbunden. Die zahlreichen Schützenfeste der Stadt (Ahmenhorst, Stromberg, Linzel, Sünninghausen, Oelde 1858, Oelde 1955, St. Hubertus 1919) verteilen sich über die Saison von Mai bis September auf eigenen Festplätzen. Die Margaretenkirmes hingegen findet ausschließlich in der Innenstadt statt und gehört zur eigenen Tradition der Stadt Oelde, die ihren Ursprung in der Kirche und nicht im Vereinsleben hat.












