23. Juni 2025 / Lokales

Jugendliche diskutieren mit Politik – Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl 2025

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und des TMG treffen auf Lokalpolitiker

Am Montag, den 23. Juni 2025, wurde die Aula an der Bultstraße zum Ort lebendiger Demokratie. Die Gesamtschule Oelde hatte in Kooperation mit der „Alten Post“ zur Podiumsdiskussion geladen. Eingeladen waren alle Schüler*innen der Jahrgänge 10 bis Q1 der Gesamtschule und des Thomas-Morus-Gymnasiums – insgesamt 1941 junge Menschen, die an diesem Tag Politik ganz nah erleben konnten.

Das Ziel: einen Raum schaffen, in dem Jugendliche Kommunalpolitik verstehen und mitgestalten können. Moderiert wurde die Runde von Mia Halupka und Rieke Frie. Fragen konnten über QR-Code eingereicht oder direkt aus dem Publikum gestellt werden.

Mit Cedric Hartmann (Die Linke), Ole Schöning (Grüne), Nadine Diekmann (SPD), Michael Twittmann (Volt), Thorsten Retzlaff (FWG) und André Drinkuth (CDU) waren Vertreter*innen aller relevanten Parteien Oeldes anwesend. Sie gaben Einblicke in ihre politischen Ideen – und stellten sich offen der Diskussion.

Wie sieht die perfekte Schule der Zukunft aus? Offen, digital, individuell, motivierend und sozial – so lauteten die Antworten der Politiker. Gefordert wurden moderne Unterrichtskonzepte, weniger Frontalunterricht und mehr Mitspracherecht. Während CDU-Kandidat Drinkuth bewährte Standards betonte, sahen andere den größten Bedarf in der pädagogischen und baulichen Weiterentwicklung – etwa bei Hitzeproblemen in Gebäuden.

Viele Jugendliche haben Unsicherheiten bei der Berufswahl. Die Ideen reichten von schuleigenen Karrierechats (Grüne), neuen Messeformaten und mehr Praxisbezug (Volt) bis hin zu stärkerer Schulsozialarbeit (SPD). FWG-Vertreter Retzlaff betonte, wie sehr sich Berufsfelder verändert haben – und wie wichtig es ist, Jugendliche auf breiter Basis zu informieren.

Ein zentrales Thema war die Frage nach Chancengleichheit – besonders für Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf. Schulsozialarbeit, integrative Konzepte, digitale und bauliche Barrierefreiheit sowie ein offenes Lernumfeld standen im Mittelpunkt.

Diskutiert wurde über Schulwegsicherheit, E-Scooter-Regelungen, Kreisverkehre und Busverbindungen. Einigkeit herrschte beim Thema E-Scooter-Führerschein: Das lehnten alle ab. Für mehr Sicherheit sprachen sich mehrere Politiker*innen für eine Umstrukturierung der Verkehrsplanung aus. Auch kostenlose oder stark vergünstigte Schülertickets wurden ins Spiel gebracht.

Viele Beiträge drehten sich um die Frage, wie Oelde für junge Menschen attraktiver gestaltet werden kann. Ob mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, neue Ideen für den Park oder Beteiligung bei Veranstaltungen – die Jugendlichen machten deutlich, dass sie bereit sind, sich einzubringen. Auch die Nutzung des Jugendzentrums und mehr sportliche Angebote – wie das Basketballtraining in Sünninghausen – wurden angesprochen.

Zum Abschluss bekam jede Partei zwei Minuten Zeit zu sagen, warum man sie wählen sollte. Die Aussagen waren vielfältig: Von jugendnahen Ansätzen über wirtschaftliche Stabilität bis hin zu politischer Vielfalt und Unabhängigkeit.

Ein Satz blieb besonders im Gedächtnis: „Wenn du etwas verändern willst, musst du Teil davon sein.“ Genau das haben die Schüler*innen an diesem Tag gelernt – mit Interesse, Haltung und der Bereitschaft, Politik mitzugestalten.

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