Mit dem Austausch der Flaschenwaschmaschine setzt Pott’s Anfang 2026 die größte Investition des Jahres um. Mit einer Investitionssumme von über einer Million Euro wird gezielt dort angesetzt, wo der größte Hebel für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz liegt – bei einem der ressourcenintensivsten Prozesse in der Brauerei.
„Unser Maschinenpark ist insgesamt gut aufgestellt“, erklärt Jörg Pott. „Dennoch wollen wir uns bei zentralen Anlagen kontinuierlich weiterentwickeln. Gerade bei der
Flaschenwaschmaschine lässt sich mit moderner Technik viel Energie und Wasser einsparen und damit ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Betriebs leisten.“
Als familiengeführte Brauerei in siebter Generation verfolgt Pott’s bei solchen Investitionen einen langfristigen Ansatz. Die Vorbereitung des Maschinentauschs läuft bereits seit Monaten und erfolgt in enger Abstimmung zwischen verschiedenen Bereichen – von der technischen Planung über die Logistik bis hin zur späteren Inbetriebnahme.
Die neue Flaschenwaschmaschine wurde von der Firma KHS, einem erfahrenen Partner für Abfüll- und Verpackungstechnik, produziert. Allein der Transport der Anlage stellte eine logistische Herausforderung dar: Die Maschine wiegt rund 59 Tonnen und wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag angeliefert. Da ein Teilstück der A2 zwischen Dortmund und Oelde nicht für solche Schwerlasten ausgelegt ist, musste der Transport einen Umweg nehmen. Die Route führte über die A44 und A33, bevor die Maschine aus Richtung Bielefeld kommend über die A2 das Brauereigelände erreichte.
Nach der Anlieferung begann der eigentliche Kraftakt in der Abfüllung. Zunächst wurde die alte Anlage demontiert, anschließend die neue Flaschenwaschmaschine eingebracht und montiert. Für die vollständige Inbetriebnahme sind planmäßig rund zwei Wochen vorgesehen. In dieser Zeit wird die Technik Schritt für Schritt hochgefahren und feinjustiert.
Die neue Anlage verfügt über zahlreiche konstruktive Merkmale, die auf einen sparsamen Einsatz von Energie und Wasser ausgelegt sind. Die einzelnen Reinigungszonen sind über ein System der internen Wärme-Rekuperation miteinander verbunden, gleichzeitig wird die Verschleppung von Reinigungsflüssigkeiten zwischen den Zonen deutlich reduziert. Ergänzt wird das Konzept durch energieeffiziente Antriebe, Motoren und Pumpen.
„So ein Maschinentausch ist kein Routinejob“, sagt Lars Rugge, Braumeister Abfüllung. „Die Dimensionen, das Gewicht und der enge Zeitplan erfordern eine sehr präzise Planung und eine enge Abstimmung aller Beteiligten.“
Auch während und nach dem Umbau bleibt die Abfüllung Teil der gläsernen Erlebnisbrauerei: Von der frei zugänglichen Besichtigungstribüne aus können Besucherinnen
und Besucher künftig verfolgen, wie die neue Technik in Betrieb geht.
Mit der neuen Flaschenwaschmaschine stellt Pott’s die Abfüllung nicht nur technisch neu auf, sondern geht einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem ressourcenschonenden und nachhaltigen Brauereibetrieb.
Weitere Infos:
- Der Schwerlasttransport war 35 m lang, 4,45 m hoch und 5,60 m breit
- Die alte Flaschenwaschmaschine war fast 30 Jahre lang in Betrieb
- Die neue Maschine fügt sich in die Gesamtleistung der Abfülllinie mit ca. 24.000 Flaschen pro Stunde ein
- Pott’s füllt 100 % seiner Produkte in Mehrwegfässer und -flaschen ab.
- Einwegverpackungen gibt es bewusst nicht











