26. Dezember 2025 / Lokales

NRW-Stiftung fördert Modellprojekt zu Naturschutz und Klimawandel

Bis zu 300.000 Euro für praxisnahe Maßnahmen gegen Klimafolgen in Nordrhein-Westfalen

Veröffentlicht am 26. Dezember 2025 um 15:19 Uhr

Pressemitteilung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung:

Wiederkehrende Dürreperioden, häufigere Starkregenereignisse und Sturzfluten sind nur ein paar Beispiele dafür, wie stark sich der Klimawandel in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen bemerkbar macht. Die Verschiebung von Jahres- und Vegetationszeiten wirkt sich zudem unmittelbar auf die Fortpflanzung und das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten aus. Um diesem Trend ein Stück weit entgegen zu wirken, hat der Dachverband der Biologischen Stationen gemeinsam mit der NRW-Stiftung ein Modellprojekt entwickelt, welches exemplarisch praxisnahe Naturschutzmaßnahmen im Kontext des Klimawandels aufzeigt und zum Handeln anregen soll. Die NRW-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 300.000 Euro. Das hat der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Präsident Eckhard Uhlenberg jetzt beschlossen.
 
„Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen jetzt schon deutliche Spuren hinterlässt. Zusammen mit der Biodiversitätskrise sind dies die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 45 Prozent der untersuchten Arten in NRW gelten als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden“, betont Uhlenberg. Bei den geförderten Bausteinen im Rahmen des Projektes sollen konkrete Naturschutzmaßnahmen, die auch zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels beitragen, umgesetzt, die Öffentlichkeit informiert und wissenschaftliche Daten erhoben werden. Konkrete Beispiele sind die Neuanlage oder Aufwertung von Lebensräumen oder die Durchführung von Exkursionen. Daraus sollen sich auch Ableitungen für zukünftige Vorhaben ergeben.
 
Mehr als 30 Mitgliedsstationen des Dachverbands der Biologischen Stationen in NRW haben ihre Ideen für den Gesamtplan eingebracht. „Mit dem vorliegenden Projekt zeigt der Dachverband mit seinen angehörenden Mitgliedern, wie vielfältig und lösungsorientiert den Problemen entgegengetreten und wie Naturschutz und Klimawandel zusammen gedacht werden können. Es inspiriert so hoffentlich auch weitere Akteure zum Handeln“, so Uhlenberg.
 
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.

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