Philip Schlaffer, eine ehemalige Schlüsselfigur der norddeutschen Neonazi-Szene, berichtet am Donnerstag, den 22. Januar, um 18:00 Uhr in der Volkshochschule Oelde-Ennigerloh aus seinem erschütternden Leben. Der Vortrag verspricht einen schonungslosen Einblick in die Welt rechter Gewalt, Hass und Kriminalität.
Schlaffer, geboren 1978, schildert seinen Weg von einem desorientierten Jugendlichen, der in der gewalttätigen Neonazi-Szene Halt suchte, bis hin zur Gründung der rechtsradikalen „Kameradschaft Werwölfe Wismar“ und seiner späteren Rolle als Anführer des Rockerclubs „Schwarze Schar Wismar“, der mit Drogenhandel und Prostitution in Verbindung stand. Der Vortrag beleuchtet die Radikalisierung des jungen Mannes, geprägt von Ausländerhass, Nationalismus und einer Verherrlichung des „Dritten Reichs“. Er schildert eindrücklich den Alltag voller Gewalt, Polizeikontrollen und die Schatten eines grausamen Mordes in seinem Umfeld.
Nach jahrelanger krimineller Laufbahn und dem Versuch des Verfassungsschutzes, ihn als V-Mann zu rekrutieren, gelang Schlaffer im Gefängnis der Ausstieg aus dem Extremismus. Heute engagiert er sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und für Demokratie und Toleranz.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Gesamtschule Oelde und der VHS. Der Referent wird am Nachmittag auch zu Gast in der Schule sein. Der Vortrag am Abend richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, er ist gebührenfrei. Anmeldungen über www.vhs-oelde-ennigerloh.de und telefonisch unter 02522/72-722.
Foto: Philip Schlaffer












