Es war eine Reise, die für viele weit mehr wurde als eine gewöhnliche Chorfahrt: Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens machte sich der Mehr-Generationen-Chor Diestedde mit über 100 Sängerinnen, Sängern und Begleitpersonen auf den Weg nach Italien. Acht Tage lang verbanden sich Musik, Glaube und Gemeinschaft zu Erlebnissen, die den Teilnehmenden wohl noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Auftakt in Verona, erster Höhepunkt in Assisi
Den musikalischen Auftakt bildete Verona, wo die Reisegruppe in der weltberühmten Arena Puccinis Oper Turandot erlebte. Von dort führte der Weg weiter nach Assisi. In der Stadt des heiligen Franziskus durfte der Chor die Heilige Messe in der Basilika San Francesco musikalisch gestalten. Für viele wurde der Moment, in dieser bedeutenden Kirche gemeinsam zu singen, zu einem ersten emotionalen Höhepunkt der Reise.
Ein Traum erfüllt sich im Petersdom
Noch einmal gesteigert wurde dieses Gefühl in Rom. Dort gestaltete der Mehr-Generationen-Chor eine Heilige Messe im Petersdom musikalisch mit. Als die Stimmen des Chores in der gewaltigen Basilika erklangen, erfüllte sich für viele Sängerinnen und Sänger ein Traum. Werke unter anderem von Joseph Noyon, John Rutter, Richard Shephard und Jan Szopiński begleiteten die Liturgie.
Eine wichtige musikalische Stütze war dabei Jonathan Rochol, der den Chor auf der gesamten Reise begleitete und bei den Gottesdiensten und musikalischen Gelegenheiten an der Orgel unterstützte. Mit seinem einfühlsamen Orgelspiel und seinem sicheren Gespür für Chor, Liturgie und die besonderen Räume trug er wesentlich dazu bei, dass die musikalischen Momente in Assisi und Rom ihre besondere Wirkung entfalten konnten.
Begegnung mit Papst Leo XIV.
Zu einem weiteren bewegenden Höhepunkt wurde die Teilnahme an der Generalaudienz mit Papst Leo XIV. im Vatikan. Chorleiter Raul Huesca erhielt dabei die Gelegenheit zu einer persönlichen Begegnung mit dem Heiligen Vater, ein Augenblick, der nicht nur für ihn, sondern stellvertretend für die gesamte Reisegruppe eine besondere Bedeutung bekam.
Doch bei allen außergewöhnlichen Orten waren es am Ende vor allem die Menschen, die diese Reise prägten. Gemeinsames Singen und Beten, lange Busfahrten, Gespräche, Lachen und die vielen kleinen Augenblicke zwischen den großen Programmpunkten ließen die Gemeinschaft noch enger zusammenwachsen.
Abschlussabend in San Gimignano
Beim Abschlussabend in San Gimignano blickte die Gruppe gemeinsam auf die vergangenen Tage zurück. Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmende einen Vatikan-Pin. Zugleich galt der Dank den vielen Menschen, die im Vorder- und Hintergrund zum Gelingen beigetragen hatten: dem Organisationsteam, der geistlichen Begleitung durch Pastor Ehlert, Jonathan Rochol für die musikalische Unterstützung, Jule für die mediale Begleitung, Klaus Cox für die fotografische Dokumentation sowie den Busfahrern Claus und Ben für die sichere Fahrt durch Italien.
„Die Orte, an denen wir singen durften, waren außergewöhnlich. Aber selbst der schönste Ort wird erst durch die Menschen zu einer wirklichen Erinnerung", fasste Chorleiter Raul Huesca die Reise zusammen. „Es ist für mich eine große Ehre und Freude, Chorleiter dieser Gemeinschaft sein zu dürfen."
Nach acht intensiven Tagen kehrte der Mehr-Generationen-Chor schließlich nach Diestedde zurück, mit unzähligen Bildern, bewegenden musikalischen Erinnerungen und dem Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben, das bleiben wird. Denn am Ende war es nicht nur eine Reise nach Italien, sondern eine Reise, die viele als Gemeinschaft noch enger miteinander verbunden hat.
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Fotos: Klaus Kox













