6. Dezember 2025 / Politik

CDU Warendorf-Beckum kritisiert Äußerungen von Bundesarbeitsministerin Bas scharf

CDU fordert respektvollen Dialog statt Lagerdenken

Der CDU-Kreisverband Warendorf-Beckum kritisiert die jüngsten Pauschalaussagen der Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas scharf.

Rhetorik der Kampfansage „inakzeptabel“
„Wenn eine Bundesarbeitsministerin öffentlich von einem ‚Kampf gegen Arbeitgeber‘ spricht, verlässt sie den Boden des Sozialpartnerschafts-Gedankens“, sagt Markus Höner, Kreisvorsitzender der CDU Warendorf-Beckum. „Der Staat darf nicht so tun, als seien diejenigen, die investieren, Risiken tragen und Arbeitsplätze schaffen, der Gegner.“ CDU-Mittelstandsvorsitzende (MIT) Susanne Block ergänzt: „Ich verstehe sehr gut, dass die Worte von Frau Bas viele Unternehmerinnen und Unternehmer getroffen haben. Eine Arbeitsministerin darf Arbeitgeber nicht pauschal diffamieren.“

Unvereinbar mit der Verantwortung des Amtes
Solche Worte drängten Arbeitgeber und Arbeitnehmer künstlich in verfeindete Lager – genau das Gegenteil dessen, was die soziale Marktwirtschaft stark gemacht habe. „Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Lage wirkt diese Rhetorik wie ein Brandbeschleuniger“, betont Höner. „Für uns ist klar: Vernunft heißt, Konflikte zu lösen – nicht, sie zur Systemfrage hochzuziehen.“ Von einer Bundesarbeitsministerin sei zu erwarten, dass sie Brücken baue zwischen den Sozialpartnern.

Beide Seiten leisten einen Beitrag
Für die CDU ist klar:„Unternehmerinnen und Unternehmer tragen Verantwortung: Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus, investieren in Innovation und sichern die Stärke der Region. Viele engagierten sich darüber hinaus in Ehrenamt, Sponsoring oder sozialem Engagement vor Ort. „Ohne
Arbeitgeber“, so Höner, „gäbe es keine Arbeitsplätze, keine Ausbildung und am Ende auch keine finanzierbaren Sozialleistungen.“ Gleichzeitig gelte: Ohne die tägliche Leistung der Beschäftigten gäbe es keine Wertschöpfung. CDU-Mittelstandsvorsitzende Susanne Block betont: „Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind aufeinander angewiesen. CDU steht für Partnerschaft – nicht für Lagerdenken.“
Soziale Marktwirtschaft bedeute Respekt vor Leistung – bei Selbstständigen, Unternehmern und Arbeitnehmern gleichermaßen. „Wir verteidigen Arbeitgeber gegen pauschale Angriffe, ohne berechtigte Anliegen von Beschäftigten kleinzureden“, konkretisiert Markus Höner.

Kreis Warendorf macht es vor
Der Kreis Warendorf zeige, wie ein gutes Miteinander zu einer gesunden und stabilen Wirtschaftsstruktur beitrage. „Unsere Region steht für eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen, Beschäftigten und Kommunen“, so Höner. „Unsere mittelständischen Betriebe, Handwerksunternehmen und landwirtschaftlichen Familienbetriebe schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und leisten täglich einen Beitrag für sozialen Zusammenhalt.“ Die Folge: Die Arbeitsmarktzahlen seien überdurchschnittlich gut, die Arbeitslosenquote liege weiterhin im niedrigen einstelligen Bereich. Der Kreisvorsitzende: „Das zeigt, dass unsere Unternehmen Bedingungen schaffen, die attraktiv sind. Unsere Arbeitgeber hier sind Partner – nicht Gegner.“

CDU übernimmt Verantwortung
Markus Höner und MIT-Vorsitzende Susanne Block abschließend: „Die CDU ist die politische Heimat derjenigen, die Verantwortung übernehmen – und zwar ohne radikale oder verächtliche Sprache. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten braucht es Dialog und Respekt — keinen Generalangriff auf die Leistungsträger unserer Region.“ Konstruktive Lösungen statt Spaltung: Steuern, Bürokratieabbau, Energiepreise, Fachkräftesicherung – darin sieht die CDU die zentralen Aufgaben.
„Wir stehen an der Seite der Arbeitgeber genauso wie der Arbeitnehmer, deren Jobs, Tariflöhne und Sozialleistungen von funktionierenden Unternehmen abhängen.“

ZUM THEMA
Hintergrund: Auf dem Bundeskongress der Jusos hatte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas von ihrem Eindruck vom jüngsten Arbeitgebertag berichtet. Bildhaft hatte sie die Arbeitgeber als Vertreter einer wohlhabenden, privilegierten Gruppe dargestellt — verbunden mit der Aussage, gegen diese müsse „gemeinsam gekämpft“ werden. Diese Äußerungen lösten breite Kritik aus; führende Arbeitgeberverbände zeigten sich empört und empfanden diese Darstellung als pauschal stigmatisierend und respektlos.

Copyright: CDU Kreisverband Warendorf-Beckum

Meistgelesene Artikel

Schwerer Unfall in Oelde: Ennigerloher Straße gesperrt
Polizeimeldung

Nach einem schweren Verkehrsunfall läuft der Einsatz mit Rettungshubschrauber und Unfallaufnahmeteam

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mäk Jupp in Stromberg bleibt heute geschlossen
Lokales

Krankheitsbedingter Personalausfall!

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Rat der Stadt Oelde tagt am Montag: Grundsteuer im Fokus
Politik

Jetzt informieren und dabei sein!

weiterlesen...
VOLT bringt Transformationsagenda für Oelde ein
Politik

Mehr digitale Services, transparente Finanzen und stärkere Bürgerbeteiligung im Fokus

weiterlesen...