Im Vorfeld der Ratssitzung am 7. April 2025 haben sich zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Stromberg mit einem gemeinsamen Schreiben an die Bürgermeisterin und die Ratsmitglieder gewandt.
Es folgt der Faktencheck als Anlage zu dem gestern veröffentlichten offenen Brief, unterzeichnet von Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Kultur, Ehrenamt, Gastronomie, Einzelhandel, Vereinsleben sowie weiteren Institutionen – stellvertretend für eine Vielzahl von Befürworterinnen und Befürwortern innerhalb der Stadtgesellschaft:
"Faktencheck zum Parkplatz Hagengarten (Stand: 02.04.2025)
Behauptung: Es gibt keinen Parkdruck in Stromberg.
Klarstellung: Es gibt kaum öffentliche Parkplätze. Besucher parken oft auf Flächen, die eigentlich für Mieter und Eigentümer reserviert und von diesen bezahlt sind.
Beleg: Grundbuch und Gutachten
Behauptung: Besucher können den Netto-Parkplatz nutzen.
Klarstellung: Nein – der Netto-Parkplatz ist Privatgrund und darf laut Filialleitung nicht genutzt werden, selbst nicht zum Pflaumenmarkt.
Beleg: Aussage des Netto-Filialleiters
Behauptung: Der Hagengarten ist eine der sensibelsten Flächen im Kreis Warendorf.
Klarstellung: Es handelt sich um eine frühere Kuh- und Pferdewiese. Viel sensibler ist das Bodendenkmal „Burg Stromberg“, das aktuell als Parkplatz genutzt wird und durch das Projekt entlastet werden könnte.
Beleg: Aussagen von Anwohnern und Spaziergängern
Behauptung: Der Testparkplatz an der Münsterstraße wird nicht genutzt.
Klarstellung: Das stimmt – die Fläche ist schlecht ausgeschildert und die Parkbuchten durch Holzbarrieren zu eng.
Beleg: Beobachtungen, Fotos, Begehung
Behauptung: Das Vorhaben wurde bereits von „höchster Stelle“ abgelehnt.
Klarstellung: Die Stadt Oelde ist die höchste Instanz, da sie Eigentümerin der Fläche ist. Ziel ist ein Planverfahren, in dem alle Argumente abgewogen werden – nicht ein sofortiger Bau.
Beleg: Gemeindeordnung und Baugesetzbuch
Behauptung: Der Hagengarten war früher der Turnierplatz der Burg.
Klarstellung: Eine Spekulation, die aus einer Hausarbeit stammt. Das Gelände gehörte zur Gartenfläche der Daudenstraße 20, bevor es 1998 von der Stadt gekauft wurde.
Beleg: Gutachten, historische Schriften
Behauptung: An der neuen Kita entstehen bereits neue Parkplätze.
Klarstellung: Diese sind nicht öffentlich, sondern vorgesehen für Kita, Altenheim, Schule und Sportstätten.
Beleg: Investor Kita, Bezirksausschuss Stromberg
Behauptung: Die Ausfahrt auf die Daudenstraße ist zu gefährlich.
Klarstellung: Dort existiert bereits heute ein Parkplatz der Bäckerei Teeke. Es gibt laut Unfallstatistik keine besondere Gefährdung.
Beleg: Unfallstatistik
Behauptung: Die Ausfahrt führt über ein ehemals jüdisch bewohntes Wohnhaus.
Klarstellung: Das Haus wurde 1968 abgerissen. Stolpersteine vor Ort sollen erhalten oder aufgewertet werden.
Beleg: Gutachten, Bauakten
Behauptung: Das Gelände wird versiegelt.
Klarstellung: Geplant ist eine naturverträgliche Bauweise mit Rasengittern – ohne Versiegelung. Die grüne Optik bleibt erhalten, bestehende Hecken sollen ergänzt werden.
Beleg: Vorplanung der Stadt Oelde, Vergleichsfläche Warstein
Behauptung: Die geplante Zufahrt ist nur 4 Meter breit.
Klarstellung: Tatsächlich ist sie dauerhaft über 6 Meter breit – ursprünglich für Anlieferung eines Altenheims vorgesehen.
Beleg: Kartenmaterial Land NRW"
>> Hier geht's zum offenen Brief!
Hinweis: Die genannten Inhalte stammen aus einem offenen Brief, der an die politischen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Oelde gerichtet wurde. Die Oelde App stellt diesen Beitrag zur Information der Öffentlichkeit zur Verfügung, ohne inhaltlich Stellung zu beziehen. Für den Inhalt des Schreibens sind ausschließlich die unterzeichnenden Personen und Institutionen verantwortlich.












