Pressemitteilung der SPD Oelde:
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Oelde nimmt das Interview von KHO-Geschäftsführer Matthias Bitter in der Glocke vom 1. August mit großer Sorge zur Kenntnis. Der Geschäftsführer macht deutlich, dass er den Erhalt des stationären Angebots nicht garantieren kann und dass die wirtschaftliche Lage ernst ist.
„Diese Offenheit ist schmerzhaft, aber sie ist richtig. Die Menschen in Oelde und vor allem die Beschäftigten des Marienhospitals verdienen diese Ehrlichkeit auch in den kommenden Monaten. Wir erwarten, dass die KHO und die Stadtverwaltung den Rat und die Öffentlichkeit fortlaufend informieren“, erklärt Fraktionsvorsitzender Florian Westerwalbesloh.
Die Ursachen der Krise liegen nicht in Oelde. Das GKV-Spargesetz entzieht der KHO im nächsten Jahr rund 12 Millionen Euro an Erlösen. Hier muss der Bund bei der Krankenhausfinanzierung nachbessern, unabhängig davon, wer regiert.
Hinzu kommt der Krankenhausplan der schwarz-grünen Landesregierung, der dem Marienhospital nur noch vier Leistungsgruppen zugestanden und damit jede Wachstumsperspektive für Jahre verbaut hat.
Besonders im Blick hat die Fraktion die Beschäftigten. „Sie dürfen nicht die Leidtragenden dieser Entwicklung sein. Wir erwarten von der KHO frühzeitige und verbindliche Aussagen zu ihren beruflichen Perspektiven“, betont Westerwalbesloh.
„Wer Pflegekräfte und medizinisches Personal halten will, muss ihnen jetzt Sicherheit geben. Diese Menschen haben alles gegeben, jetzt sind KHO und Politik in der Pflicht“, ergänzt Fraktionsvorsitzender J.-Francisco Rodriguez.
Die SPD-Fraktion wird alles dafür tun, dass die Menschen in Oelde eine verlässliche medizinische Versorgung vor Ort behalten: Notfallversorgung, ambulantes Operationszentrum, Medizinisches Versorgungszentrum und Antworten auf den Hausärztemangel. Sollte die KHO das stationäre Angebot auf Dauer nicht halten können, müssen auch Gespräche mit anderen Trägern oder Investoren geführt werden. Keine Option darf vorschnell vom Tisch genommen werden.












