Oelde macht sich bereit für die Stadt von morgen – mit einem neuen Konzept, das die Innenentwicklung in den Mittelpunkt stellt. Statt immer weiter in die Natur zu bauen, will die Stadt künftig gezielt im Bestand wachsen. Der Entwurf für das sogenannte Innenentwicklungskonzept ist ein Meilenstein für eine nachhaltige, klima- und sozialverträgliche Stadtentwicklung.
Im Kern geht es darum, ungenutzte oder untergenutzte Flächen in der Innenstadt und den Ortsteilen wie Stromberg, Lette und Sünninghausen zu aktivieren. Dazu zählen größere Baulücken, rückwärtige Grundstücke, leerstehende Parkplätze oder auch flach gebaute Supermärkte, die aufgestockt werden könnten. Sogar potenzielle Konversionsflächen wie Tankstellen oder wenig genutzte Spielplätze stehen zur Diskussion – natürlich nur dort, wo es städtebaulich Sinn ergibt.
Das Konzept macht aber auch deutlich: Nicht jede freie Fläche darf bebaut werden. Schutzgebiete, wichtige Grünzüge oder soziale Infrastruktur wie Kitas und Spielplätze bleiben tabu. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem begrenzten Raum – mit Augenmaß und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der vertikalen Verdichtung. In gut angebundenen Stadtbereichen könnten Gebäude um ein zusätzliches Stockwerk erweitert werden – eine elegante Lösung, um Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln.
Hinter dem Entwurf steht das Planungsbüro akp_Stadtplanung + Regionalentwicklung. Die Analyse basiert auf intensiver Vor-Ort-Erhebung, Luftbildern und bestehenden städtischen Daten wie dem Masterplan Innenstadt, der Wohnraumbedarfsanalyse und dem Klimaatlas.
Das Konzept befindet sich derzeit in der politischen Beratung. Ein Workshop mit Vertreter*innen aus Politik und Wohnungswirtschaft ist für Mai geplant – mit dem Ziel, das Innenentwicklungskonzept im Juni 2025 als verbindliches Planungsinstrument zu verabschieden.












