Oelde wagt den nächsten Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft – mit einem ambitionierten Vorhaben: Die Stadt will Modellkommune für Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum werden. Das Projekt trägt den Namen „Oelde Circular“ und wurde nun vom Stadtrat beschlossen. Es ist Teil des landesweiten Förderprogramms „CircularCities.NRW“.
Was steckt hinter dem Projekt?
Kreislaufwirtschaft bedeutet, Ressourcen effizient zu nutzen, Abfall zu vermeiden und Materialien möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten. Gemeinsam mit dem Initiativkreis Wirtschaft Oelde (IWO), der Fachhochschule Münster und dem Oelder Unternehmen Febromed startet die Stadt ein dreijähriges Pilotprojekt. Ziel ist es, neue Konzepte zu testen, Unternehmen zu vernetzen und die Bevölkerung aktiv einzubinden.
Von Bildungsprojekten bis Abfallvermeidung im Quartier
Die Projektpartner bringen unterschiedliche Kompetenzen ein: Während die FH Münster wissenschaftlich begleitet und Workshops durchführt, kümmert sich die Stadt um Bildung und Beteiligung. Febromed testet in einem Stadtquartier ganz konkret, wie sich Abfallvermeidung im Alltag umsetzen lässt.
Und was kostet das?
Die gute Nachricht: Bis zu 90 Prozent der Projektkosten werden vom Land NRW und der EU übernommen. Oelde investiert 200.000 Euro – am Ende bleiben nur 20.000 Euro Eigenanteil. Finanziert wird unter anderem eine halbe Personalstelle für drei Jahre, die organisatorisch beim Klimaschutz angesiedelt wird.
Ein Ziel mit Signalwirkung
Das Projekt setzt ein deutliches Zeichen: Auch kleinere Städte wie Oelde können beim Thema Klimaschutz und Ressourcenschonung vorangehen. Mit „Oelde Circular“ wird Nachhaltigkeit greifbar – und vielleicht bald ein Vorbild für andere Kommunen in NRW.












