Pressemitteilung der SPD-Fraktion Oelde:
„Schutz von Jugendlichen – Verkaufsverbot für Lachgas an Minderjährige
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Rodeheger,
im Namen der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Oelde beantragen wir, eine ordnungsbehördliche Verordnung zu erlassen, die den Verkauf sowie die Ab- und Weitergabe von Distickstoffmonoxid („Lachgas“) an Minderjährige im Stadtgebiet Oelde
untersagt.
Begründung:
Distickstoffmonoxid – bekannt als Lachgas – wird zunehmend von Jugendlichen als Rauschmittel konsumiert. Auch in Oelde mehren sich die Anzeichen eines wachsenden Missbrauchs. Besonders eindrücklich war der Fund von rund 100 leeren Lachgaskartuschen im Naturschutzgebiet Geisterholz, wie kürzlich in der Glocke berichtet wurde. Die Stadtverwaltung hat bestätigt, dass bereits seit Monaten immer wieder Kartuschen im Stadtgebiet auftauchen – der jüngste Fund war jedoch der erste dieser Größenordnung.
Beim jüngsten Stadtputztag äußerten Sie sich selbst überrascht über die große Zahl gefundener Kartuschen. Diese Beobachtungen und Funde machen deutlich: Oelde ist keine Ausnahme – auch hier besteht Handlungsbedarf.
Zwar ist uns als SPD-Fraktion bewusst, dass ein lokales Verkaufsverbot allein nicht alle Probleme lösen wird. Aber es ist ein erster, konkreter und symbolisch wichtiger Schritt, um Jugendliche zu schützen und den Zugang zu dieser leicht verfügbaren, aber gesundheitlich riskanten Substanz einzuschränken.
In Städten wie Hamm und Gütersloh wurde ein entsprechendes Verbot bereits beschlossen und als Ordnungswidrigkeit geregelt.
Neben der Gesundheitsgefahr – darunter neurologische Schäden, Kreislaufprobleme und Lähmungen – stellt die Entsorgung der Druckbehälter eine Herausforderung dar: Die AWG Warendorf warnt vor Explosionsgefahr und sieht aktuell keine gesicherte Entsorgungsmöglichkeit über die Recyclinghöfe.
Mit freundlichen Grüßen
J.-Francisco Rodriguez, Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Oelde
Florian Westerwalbesloh, Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Oelde"












