Pressemeldung der SPD Oelde:
Marienhospital: Jetzt zählt, was aus den Beschäftigten und der Versorgung in Oelde wird
Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen hat heute bekannt gegeben, dass das Marienhospital Oelde zum Jahresende seinen stationären Betrieb einstellt. Für die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Oelde ist das ein schwerer Tag für die Stadt.
"Nach 180 Jahren endet ein Stück Oelde. Unser erster Gedanke gilt den 377 Beschäftigten, die bis zuletzt unter schwierigsten Bedingungen für ihre Patientinnen und Patienten da waren. Ihnen gilt unser Dank und unser Respekt", erklärt Fraktionsvorsitzender Florian Westerwalbesloh.
Die Fraktion erwartet von der KHO, dass sie ihrer Verantwortung für das Personal gerecht wird. "Wir erwarten ein Übernahmeangebot für möglichst alle Beschäftigten an anderen Standorten des Verbunds, einen Sozialplan und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Auszubildende müssen ihre Ausbildung im Verbund abschließen können. Das ist das Mindeste", betont Fraktionsvorsitzender J.-Francisco Rodriguez.
Die Ursachen der Schließung liegen nicht in Oelde. Der Krankenhausplan der NRW-Landesregierung hat dem Marienhospital nur noch vier Leistungsgruppen zugestanden und dem Haus damit jede Zukunft genommen. Das GKV-Spargesetz des Bundes hat die Finanzierung zusätzlich verschärft. "Wer die Strukturen so verändert, trägt auch Verantwortung für den Umbau. Wir erwarten von Land und Bund, dass sie Oelde beim Aufbau einer neuen Versorgung vor Ort unterstützen, auch finanziell", so Westerwalbesloh.
Für die SPD-Fraktion beginnt jetzt die Arbeit an der Versorgung von morgen. Die Notfallversorgung muss mit kurzen Rettungswegen gesichert werden, notfalls durch einen zusätzlichen Notarzt- oder Rettungswachenstandort in Oelde. Das ambulante Operationszentrum und das Medizinische Versorgungszentrum müssen erhalten und ausgebaut werden. Das Gebäude braucht eine Zukunft als Gesundheitsstandort mit Fachärzten, Pflege und weiteren Angeboten. Und der Hausärztemangel braucht verlässliche Antworten.
Die SPD-Fraktion beantragt eine Sondersitzung des Rates, zu der die KHO eingeladen wird, und regt eine Bürgerversammlung an. "Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Nicht in Häppchen, sondern offen und vollständig", sagt Rodriguez.
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