Oelde steht kurz davor, ein neues Beteiligungsmodell für Windkraftprojekte umzusetzen. Auf Grundlage des Bürgerenergiegesetzes (BürgEnG) sollen sowohl die Bürger als auch die Stadt Oelde an geplanten Windkraftanlagen teilhaben können. Dies soll zu einer besseren Akzeptanz und einer aktiven Einbindung der Bevölkerung in die Energiewende beitragen.
Im Rahmen des Gesetzes können Anwohner innerhalb eines Radius von 2.500 Metern sowie die Stadt Oelde selbst an den Windkraftprojekten beteiligt werden. Die Stadt Oelde plant, Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich über die Bürgerenergiegenossenschaft Oelde (BEGO) oder eine ähnliche Genossenschaft zu beteiligen. Dies soll durch die Zeichnung von Kommanditkapital in den Betreibergesellschaften der Windkraftanlagen erfolgen.
Die Stadtverwaltung schlägt vor, eine Vereinbarung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu schließen, um auch auf der kommunalen Ebene eine Beteiligung zu ermöglichen. Sollte eine solche Vereinbarung nicht zustande kommen, könnte eine Ausgleichszahlung von den Betreibergesellschaften an die Gemeinde gezahlt werden.
Die Beteiligung der Bürger soll nicht nur den finanziellen Vorteil fördern, sondern auch die Akzeptanz der Windkraftprojekte stärken. Die Stadt Oelde hat bereits erste Gespräche mit Nachbarkommunen und der BEGO geführt, um die Umsetzung voranzutreiben. Eine erste Beratung durch den Ausschuss für Umwelt, Energie, Mobilität und Verkehr ist für den 11. Juni 2025 vorgesehen, gefolgt von einer endgültigen Entscheidung im Stadtrat am 7. Juli 2025.












