Die Stadt Oelde hat die aktuelle Entwicklung ihrer Kreditverbindlichkeiten im Haushaltsjahr 2024 veröffentlicht. Dabei zeigt sich: Die Kreditaufnahme sowohl zur Sicherung der Liquidität als auch zur Finanzierung von Investitionen hat spürbar zugenommen.
Liquiditätskredite: kurzfristige Hilfe bei Engpässen
Um kurzfristige Zahlungsverpflichtungen, etwa für Baumaßnahmen oder inflationsbedingte Preissteigerungen, abzufedern, musste die Stadt im Laufe des Jahres 47,5 Mio. EUR an Kassenkrediten aufnehmen. Der Höchststand lag bei 15 Mio. EUR, der Bestand zum 31.12.2024 bei 12 Mio. EUR. Für die Kreditnutzung fielen Zinsen in Höhe von rund 414.000 EUR an. Positiv: Der Kassenbestand lag zum Jahresende bei 1,63 Mio. EUR, im Vorjahr stand dieser noch bei -3,77 Mio. EUR.
Investitionskredite: gezielte Mittel für Infrastruktur
Für Investitionsvorhaben wie die Erschließung des Baugebiets Weitkamp II nutzte die Stadt 9,5 Mio. EUR aus der im Haushalt verankerten Kreditermächtigung. Insgesamt stieg der Schuldenstand aus Investitionskrediten zum Jahresende auf 46,765 Mio. EUR (Vorjahr: 39,934 Mio. EUR). Die gezahlten Zinsen beliefen sich auf rund 1 Mio. EUR. Die reguläre Tilgung lag bei 2,56 Mio. EUR.
Ausblick 2025: Kreditermächtigung beschlossen
Für das Haushaltsjahr 2025 wurde eine neue Kreditermächtigung in Höhe von 13,57 Mio. EUR beschlossen. Zusätzlich könnten nicht genutzte Mittel aus 2024 eingesetzt werden, um begonnene Maßnahmen fortzuführen – vorausgesetzt, die Liquidität erlaubt es.
Die Stadt hält aktuell 27 Darlehen bei sechs Kreditinstituten. Die Zinssätze variieren zwischen -0,63 % und 4,69 %, im Durchschnitt liegt der gewichtete Zinssatz bei 2,41 %, leicht höher als im Vorjahr (2,24 %).
Die Zahlen machen deutlich: Oelde steht vor der Aufgabe, steigende Kosten und langfristige Verpflichtungen sensibel zu steuern – um auch künftig handlungsfähig und investitionsbereit zu bleiben.












