Politik entscheidet über Zukunft des Hagengartens als Stellplatzfläche
Im Zentrum von Stromberg gibt es einen Plan, der schon seit Jahren immer wieder diskutiert wird: Die Schaffung eines öffentlichen Parkplatzes am Hagengarten. Nachdem die CDU-Fraktion bereits 2018 einen Antrag für die Errichtung eines Parkplatzes gestellt hatte, scheint nun der Weg für konkrete Entscheidungen geebnet. Doch es bleibt spannend: Welche Variante wird die Politik wählen?
Warum ist der Parkplatz am Hagengarten ein Thema?
Der Hagengarten liegt im Außenbereich und gehört zum Landschafts- und Denkmalschutzgebiet rund um den Burgberg. Es geht nicht nur um Parkplätze, sondern auch um die Frage, wie die Umwelt- und Denkmalschutzaspekte gewahrt werden können. Auf der Fläche könnten insgesamt 30 Stellplätze entstehen, jedoch stehen die Auswirkungen auf die Natur und die archäologische Bedeutung der Region im Fokus.
Was sind die Optionen für den Parkplatz?
Im März und April 2025 stehen die Entscheidungen an. Der Ausschuss für Umwelt, Energie, Mobilität und Verkehr sowie der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Wohnen und Digitalisierung haben drei mögliche Varianten zur Wahl:
- Variante A: Die Stadtverwaltung soll die Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans starten.
- Variante B: Die Entscheidung wird um ein Jahr verschoben, um die Nutzung des Parkplatzes an der Münsterstraße zu beobachten und die Auswirkungen der neuen Kita Heilig Kreuz auf die Parksituation zu prüfen.
- Variante C: Der Parkplatz am Hagengarten wird ganz aufgegeben.
Hintergrund: Warum gab es Bedenken?
Bereits 2018 äußerten Naturschutzbehörden und Denkmalpfleger ihre Bedenken zum Projekt. Besonders der Standort nahe dem denkmalgeschützten Burgberg und der ökologisch wertvollen Fläche wurde kritisch gesehen. Ein externer Gutachter bestätigte 2020, dass die Fläche aus historischen und denkmalpflegerischen Gründen nicht für einen Parkplatz genutzt werden sollte. Doch nach weiteren Gesprächen mit dem LWL und dem Kreis Warendorf gibt es jetzt eine neue Perspektive: Eine Realisierung des Projekts könnte doch möglich sein, wenn bestimmte Auflagen eingehalten werden.
Was passiert jetzt?
Die Fraktionen haben nun Zeit, sich mit den aktuellen Plänen auseinanderzusetzen. Die Beratungen beginnen am 19. März 2025 im Ausschuss für Umwelt, Energie, Mobilität und Verkehr und werden am 26. März 2025 im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Wohnen und Digitalisierung fortgesetzt. Die endgültige Entscheidung fällt am 7. April 2025 im Rat der Stadt Oelde.
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Bild: Symbolbild












