Das Thomas-Morus-Gymnasium platzt aus allen Nähten: Zum kommenden Schuljahr 2025/26 haben sich 151 Kinder angemeldet – 31 mehr, als eigentlich aufgenommen werden könnten. Jetzt will die Stadt Oelde mit einer schulorganisatorischen Maßnahme reagieren: Ein fünfter Zug soll einmalig eingerichtet werden.
Bislang ist das TMG als vierzügiges Gymnasium konzipiert. Die maximale Kapazität liegt bei 120 Schüler*innen in der Eingangsstufe. Der aktuelle Ansturm setzt sich aus 119 Oelder Kindern sowie 32 auswärtigen Anmeldungen zusammen – überwiegend aus Ennigerloh und Ostenfelde. Damit liegt die Anmeldezahl weit über den Prognosen der letzten Schulentwicklungsplanung.
Besonders brisant: Ohne fünfte Klasse müssten rund 100 Kinder in ein Losverfahren – Härtefälle oder Geschwisterregelungen könnten nur einen Teil auffangen. Auch auswärtige Kinder haben rechtlich denselben Anspruch, da sie vor Ort keine gymnasiale Alternative haben.
Die Schulleitung hat angeboten, einmalig im kommenden Schuljahr räumlich eine fünfte Klasse zu ermöglichen. Für die Folgejahre ist das jedoch nicht mehr machbar – unter anderem, weil auch eine internationale Klasse dauerhaft Raum benötigt.
Die finale Entscheidung trifft der Rat am 7. April. Wird der Antrag bewilligt, beantragt die Stadt umgehend die Genehmigung bei der Bezirksregierung.












